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Rituale - Umgangsformen der besonderen Art

(Allgemeines / Sonstiges)
Wie wertvoll Rituale für das Zusammenleben und den angenehmen Alltagsverlauf sind, haben viele Menschen in der jüngsten Zeit wieder entdeckt. Nachdem in den letzten Jahrzehnten Rituale oft als „altmodisch“, „beschränkend“, „überflüssig“ oder „unsinnig“ abgestempelt und abgeschafft wurden, hat sich inzwischen die Erkenntnis verbreitet: Feststehende, wiederkehrende Zeremonien fördern den Zusammenhalt von Gruppen, bieten Orientierung und Halt – gerade auch bei der Kindererziehung – und bewirken ein Wohlgefühl durch Vertrautheit.

So ist vieles, was im Allgemeinen mit „Höflichkeitsregel“ bezeichnet wird, ein Ritual – zum Beispiel Begrüßungs- und Abschiedsformen. Jede Gruppe von Menschen kann sich Rituale schaffen und deren positive Wirkung nutzen. Einige Beispiele: Das kann in der Familie die Zu-Bett-geh- Geschichte und die regelmäßige gemeinsame Mahlzeit am gedeckten Tisch sein. Ein Büroteam trifft sich alle zwei Wochen zwanglos nach der Arbeit. Zwei Kolleginnen gehen jeden Montag gemeinsam in die Kantine, um sich zum Wochenstart auszutauschen. Zwischen Freundinnen oder Verwandten wird ein feststehender, monatlicher telefonischer „Klöntermin“ vereinbart. Außerdem gibt es persönliche Rituale, bei denen individuelle, lieb gewordene Gewohnheiten das Wohlgefühl eines Menschen steigern und sich dadurch positiv auf die Kommunikation mit anderen auswirken. Darüber hinaus sind natürlich auch die seltenen Festtagsriten – etwa zu Ostern und Weihnachten, am Muttertag oder an Geburtstagen – von großem Wert. Die kleinen Alltagsrituale jedoch sind für die angenehme Kommunikation und den unkomplizierten Umgang miteinander mindestens genauso wichtig.

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